Historische EntwicklungDie Maria-Theresien-Straße bildet Innsbrucks Mittelpunkt des Stadt- und Geschäftslebens. Benannt ist die Straße nach Kaiserin Maria Theresia, der Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Franz Stephan. Die Straße ist breit angelegt, leicht gekrümmt und in ein unvergleichliches Bergpanorama eingebettet. Diese Einzigartigkeit macht sie zu einem beliebten Anziehungspunkt und zu einer der schönsten Straßen der Welt. Ihre wechselvolle Geschichte zeugt von wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und architektonischen Umbrüchen. Die komplette Neugestaltung von Grund auf wird die Attraktivität der frequenzstarken Prachtstraße von der Altstadt bis zur Triumphpforte weiter eröhen. Ein neuer Stadtteil entsteht Ausgehend von der im 12. Jhdt. gegründeten historischen Altstadt bildet die Maria-Theresien-Straße die erste und bedeutendste Stadterweiterungsachse in Richtung Süden. Entlang des wichtigsten Handelswegs nach Wilten „Veldidena“ (mit „Veldidena“ hatten die Römer hier bereits eine Siedlung errichtet) und weiter zum Brenner entwickelte sich hier ab dem 14. Jhdt. die sog. „innere Vorstadt“. Daraus entstand in weiterer Folge die „äußere“ Vorstadt“, aus der sich im 15. Jahrhundert der heutige Straßenzug der Maria-Theresien-Straße bildete. Im späten Mittelalter hatte die Maria-Theresien-Straße ihre vorwiegende Bedeutung als zentrales Wohnviertel.
Die Stadt erhält ihren Namen Zu Beginn des 18. Jhdts. begann der hohe Adel vielfach aus mehreren vorhandenen Gebäuden palaisartige Bauten zu errichten, die im 19. Jhdt. in bürgerliche Hand übergingen. In diesem Zeitraum, genauer 1873, erhielt die Straße auch ihren heutigen Namen – knapp hundert Jahre nach dem Tod der Monarchin.
Architektur damals bis heute Die Maria-Theresien-Straße hat keinen durchgehenden Baustil. Im Lauf der Jahrhunderte wurden die Gebäude abgerissen und durch neue ersetzt. So finden sich heute öffentliche und private Bauten u. a. aus Renaissance, Barock oder Neugotik. Einige Bauten entstammen dem Wiederaufbau nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs. Trotz dieses Sammelsuriums an Baustilen wirkt die Maria-Theresien-Straße dank ihrer charakteristischen Fassadengliederung mit Erker, Fensterausbildung, Dekor, Farben etc. sowie der Dachform durchgängig und wie aus einem Guss.
Die Straße wird denkmalgeschützt Im Jahre 1977 wurde die Maria-Theresien-Straße neben der Altstadt zur Erhaltungszone im Sinne des Stadtkern- und Ortsbildschutzgesetztes erklärt.
Der Weg zur Fußgängerzone Seit den 80er- Jahren des letzten Jahrhunderts bestand vielfach der Wunsch, die Straße in eine Fußgängerzone umzuwandeln. Das war jedoch mit mehreren verkehrsorganisatorischen und straßenbaulichen Notwendigkeiten verbunden. 1981 wurden die Gehsteige verbreitert und der Fahrverkehr laufend reduziert. 1992 wurde eine Fußgängerstraße mit Parkverbot eingeführt. Die Maria-Theresien-Straße war aber noch Hauptachse für Busse und Straßenbahnen. Die Entscheidung, die Buslinien aus der nördlichen Straße heraus zu verlegen, fiel 1993. Zwei Jahre später wurde auch die Straßenbahnlinie 1, mit Blickrichtung auf eine Umgestaltung der Straße im nördlichen Bereich in eine Fußgängerzone umgelegt. 1999 wurde die Erprobungsphase der Fußgängerzone ausgerufen und das Innsbrucker Stadtmarketing mit der Organisation beauftragt: die Taxistandplätze wurden aufgelassen und verschiedene Möblierungen probiert. 2005 wurde die Fußgängerzone Maria-Theresien-Straße im nördlichen Abschnitt durch die Herausnahme der Linie 3 endgültig straßenbahnfrei. Die Gestaltung der Fußgängerzone, das neue Kaufhaus Tyrol und die Umgestaltung des südlichen Bereichs sind Höhepunkte einer lang- und weitsichtig geplanten Entwicklung der Maria-Theresien-Straße.
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