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Pflasterung verstärkt Platzwirkung

  • Um eine bestmögliche platzartige Wirkung zu erzielen, wird sowohl in der Fußgängerzone als auch im südlichen Bereich der Straße auf erhöhte Gehsteige oder baulich erhöhte Bordsteinkanten verzichtet. Die optische Abgrenzung zwischen Geh- und Fahrbereich erfolgt durch einen bodenbündigen, 30 cm breiten Muldenstein aus Granit. Er führt das anfallende Regenwasser im natürlichen Straßenlängsgefälle von ca. 0,5 Prozent zu den Straßenabläufen ab.
  • Während in der Fußgängerzone das Pflaster aus vier verschiedenen Granitsteinen (Neuhauser Granit, Herschenberger Granit, Gebhartser Syenit, Hartberger Granit) in der Größe von 18 cm x 18x cm besteht und auf der gesamten Fläche verlegt wird, kommen im südlichen Bereich in der selben Steingröße nur drei der Granitsorten (kein Hartberger Granit) im Gehbereich zum Einsatz. Die Straßenmitte wird im Süden asphaltiert.
  • Die Steine weisen jeweils leicht unterschiedliche Strukturen und Färbungen auf. Die Pflasterung der Gesamtfläche schafft in der nördlichen Maria-Theresien-Straße einen einheitlichen, schwellenlosen Stadtraum mit einem großzügigen teppichartigen Eindruck. Dieser entsteht durch die Zusammenführung der unterschiedlichen, abwechselnden grauen Steinfärbungen. 
  • Alleine in der Fußgänerzone sind von Fassade zu Fassade rund 2.500 Tonnen Granitsteine verlegt – eine Gesamtfläche von 6.060 Quadratmetern, die von Hand gepflastert ist. Mit dem Abraum und dem Verschnitt sind dazu rund 5.000 Tonnen Granit aus den Steinbrüchen herausgearbeitet worden.
  • Vor dem Verlegen werden die einzelenen Pflastersteine im Werk industriell mit Diamantsägen geschnitten und sandgestrahlt. Der Vorgang des Sandstrahlens gewährleistet ausreichend griffige Oberflächen und verleiht den Steinen leicht abgerundete Kanten.
  • Bautechnisch erfordert die Pflasterung einen ausgewogenen schichtweisen Aufbau. Auf eine frostsichere und gut verdichtete Schotterschüttung folgt eine ungebundene Schotter-Tragschicht aus Kantkörnern und darüber eine Schicht aus sehr hohlraumreichem Beton (Dränbeton). Auf diesen werden die Pflastersteine in einem zementgebundenen Bettungsmörtel einzeln und passgenau in der richtigen Höhenlage und Gefällsausrichtung händisch verlegt. Die Fugen werden mit Zementmörtel bis oben hin verfüllt.